Potenzprobleme sind wohl eines der Probleme, über die man nur sehr ungern spricht. Daher schleppte ich besagtes Problem, nachdem es vor einigen Jahren ab und an auftrat, lange allein und unausgesprochen mit mir herum. Leider häuften sich die Probleme und irgendwann konnte ich ihm nicht mehr aus dem Weg gehen. Doch ich muss gestehen, dass ein „Abfinden mit dem Problem“ mir anfangs erträglicher vorkam, als aktiv nach einer Lösung zu suchen.
Nüchtern betrachtet ist die Potenz „nur“ ein mechanischer Vorgang: Reize stimulieren die Lustzentren im Gehirn und Rückenmark. Diese schütten erektionsfördernde Botenstoffe aus. Dadurch füllen sich die Schwellkörper im Penis mit Blut, und eine stabile Erektion bildet sich, die in der Ejakulation mit dem höchsten der Gefühle, dem Orgasmus, gipfelt. Das ist der Idealfall. Die Realität sieht für viele Männer jedoch anders aus. Denn bereits minimale Schwankungen stören das fragile Zusammenspiel von Gefühlen, Reizen und Reaktionen – der Penis reagiert nicht mehr so, wie er soll.
Die Tour de France lockt wie jedes Jahr Tausende von Zuschauern an, die aufgereiht am Straßenrand ihren Sportidolen zujubeln. Die Pedaleure sind durchtrainiert, topfit und kraftvoll. Wer kommt beim Anblick der Vollblutsportler schon auf den Gedanken, dass bei ihnen Erektionsstörungen auftreten könnten? Kaum jemand. Zahlreiche Studien bei Profis und Amateuren zeigen, dass nach längeren Radrennen gesundheitliche Probleme auftreten können, insbesondere sexuelle Funktionsstörungen.