Für Deutschland darf die von Braun et ~l. im Jahre 2000 publIzierte Kölner Befragung als dIe aussagekräftigste Untersuchung zur Prävalenz der ED angesehen werden. Durch diese erste umfassende deutsche epidemiologische Studie besteht für die Bundesrepublik Deutschland eine solide Datenbasis. Aus diesem Grund sollen die Ergebnisse dieser Studie hier ausführlich dargestellt werden. Eine repräsentative Stichprobe von 8000 Männern im Alter zwischen 30 und 80 Jahren aus dem Kölner Stadtbezirk wurde mittels eines neu entwickelten und validierten Fragebogen postalisch dreimal befragt.
Die Sexualität des Mannes kann durch eine Reihe von Störungen beeinträchtigt werden. Eine der bekanntesten ist die erektile Dysfunktion, umgangssprachlich auch Erektionsstörung genannt. Gemeint ist damit die Unfähigkeit, eine ausreichende Steife (Erektion) des männlichen Glieds (Penis) für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr erlangen zu können. Dazu gehört, weder die erforderliche Erektion nicht erreichen noch lange genug aufrechterhalten zu können. Die sexuelle Lust (Libido) ist dabei häufig noch vorhanden. Mit der Zeit kann aber auch die Libido verschwinden, da die Betroffenen so nicht m